Post Production

Nach Abschluss der Dreharbeiten beginnt allgemein die so genannte Postproduktion. Das Filmmaterial muss überprüft, geschnitten und farbkorrigiert werden. 3D-Objekte, wie Raumschiffe oder Set Extensions, müssen modelliert, animiert und in das Filmmaterial integriert werden. Spezialeffekte wie Laserstrahlen, Feuer, Rauch oder Explosionen müssen hinzugefügt werden. Aufgrund der vielen Umweltgeräusche an den Drehorten, muss die Tonspur komplett nachsynchronisiert werden. Und zum Schluss müssen Soundeffekte und ein packender Soundtrack das ganze abrunden. Das alles ist natürlich gerade für ein kleines Projekt wie uns eine wahnsinnig große Herausforderung. Obwohl wir uns noch mitten in den Dreharbeiten befinden, haben wir bereits mit der Nachbearbeitung der Aufnahmen begonnen. Glücklicherweise haben sich bereits aufgrund dieser Webseite mehrere freiwillige Helfer gemeldet, und sich als äußerst begabt herausgestellt. Mittlerweile sind aus den paar Helfern ein richtiges unabhängiges, internationales Special Effects Team geworden.

World

poodooFX ist ein Team hoch talentierter STAR WARS Fans aus der ganzen Welt. Sie arbeiten auf rein freiwilliger Basis und, während das Banthapoodoo Kernteam weiterhin mit den Dreharbeiten beschäftigt ist, modellieren, animieren, kreieren und erschaffen sie die visuellen Effekte für unseren Film. Um einen kleinen Einblick zu geben, werden wir unter dieser Rubrik in regelmäßigen Abständen einige interessante Aspekte und Aufgaben vorstellen.


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3D

3D-Modelle und deren Animationen sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden STAR WARS Films. Natürlich sollen diese auch in unserem Fanfilm nicht fehlen. Als Grundlage für unsere Szenen werden dazu sogenannte Storyboards verwendet, welche das grundlegende Design und die Animationen beschreiben.

Die benötigen 3D-Modelle erstellt man entweder selbst oder greift auf bereits existierende zurück, die von den zahlreichen 3D-Artisten erstellt wurden, und zur kostenlosen Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Folglich dürfen wir bereits jetzt zwei wunderschöne Arbeiten vorstellen: Die weltberühmte Gangway der TANTIVE IV und das neue Schiff unserer beiden Hauptfiguren, die STARHAWK.

Die STARHAWK ist die wunderbare Arbeit des mexikanischen Designers Rafael (RAF-MX). Das Schiff misst eine Länge von 23Metern, verfügt über eine solide Feuerkraft und wir sind sehr gespannt, wie es sich in den kommenden Raumschlachten des Films schlagen wird ;-)

Ein virtueller Schauspieler hat ein Menge Vorteile: er ist immer drehbereit, wird niemals müde und ist vollommen unverwundbar ;-) Keine Angst, wir haben nicht vor unseren Schauspieler Veit durch einen virtuellen Klon zu ersetzen. Aber um unsere Raumjäger und Speeder mit Passagieren besetzen zu können, ist Stefanie aus unserem Team fleißig damit beschäftig 3D-Modelle der beiden Hauptcharaktere zu erstellen. Und wie man sieht, sehen die Ergebnisse schon recht vielversprechend aus.

Man könnte glatt auf die Idee kommen ein Descendants of Order 66 - Computerspiel aufzusetzen. Aber das sind alles nur Gerüchte ;-)

Der Kreativität unseres Team sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt und wir sind sicher, dass wir den typischen STAR WARS Look auch noch finden werden ;-)

Up

Compositing

Unter Compositing versteht man den Prozess bzw. die Zusammenführung realer und virtueller Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild. In Tunesien entstanden einige unserer Aufnahmen an dem Original Set von Mos Espa. Wie man an dem ersten Bild erkennen kann, fanden wir nur eine recht spärliche Anzahl von Häusern vor. In den Original Filmen sah Mos Espa doch viel gewaltiger aus? Das nächste Bild verdeutlicht, was an computergenerierten Elementen von Christian, unserem Experten für sog. "Set Extensions", modelliert wurde. Zusätzlich wurden nachträglich einige Statisten (Botaner, Sandtrooper, Jawas usw.) in der Greenbox aufgenommen. Nachdem Compositing sämtlicher Elemente erhielten wir endlich die prächtige und belebte Stadt.

Die folgende Hangarszene stellte uns anfangs vor große Probleme. Die Original Aufnahme aus Matmata/Tunesien war aufgrund einer extrem wackeligen Kamerafahrt praktisch unbrauchbar. Schließlich wurde aus mehreren Screenshots des Kameraschwenks ein Panoramabild erstellt. Dieses verwandelte Christian anschließend mit viel Liebe zum Detail in ein Matte Painting.

Nun mussten wir das Matte Painting lediglich an einer virtuellen Kamera "entlang ziehen" und wir erhielten einen butterweichen Kameraschwenk. Somit war die verpatzte Szene gerettet ;-)

Up

Dubbing

Dubbing ist auch unter dem technischen Begriff Automatischer Dialog Ersatz (engl. ADR) bekannt und beschreibt den Prozess der Wiederaufname von gesprochenen Dialogzeilen. Während der Filmaufnahmen wurden zwar in der Regel die Dialoge aufgezeichnet, waren jedoch oft aufgrund von nichtbeeinflussbaren Umwelteinflüssen, wie Straßenverkehr oder Tiergeräusche, unbrauchbar. Um nun eine neutrale (d.h. frei von Umweltgeräuschen, Hall o.ä. Effekten) Tonspur zu erhalten, haben wir eine Sprecherkabine gebaut, in der nun jeder Schauspieler, ausgerüstet mit einem Kopfhörer und einem hochsensiblen Mikrofon, seine Zeilen synchron zur Videospur nachspricht.

Obwohl die Dialoge den Schauspieler immer noch gut vertraut sind, bedarf es schon ein beachtliches Maß an Übung und Geduld, bis die Zeilen lippensynchron auf das Bildmaterial passen. OK, zugegeben bei den Stormtrooperszenen war es nicht wirklich schwer ;-)

Up

Erst mit der richtigen Musik wird aus einem tollen Film ein großartiges Erlebnis. Das gilt für Hollywood-Blockbuster gleichermaßen wie für Fan-Filme. John Williams hat mit seiner Musik für Star Wars sicherlich ein einzigartiges Werk geschaffen dessen Motive nicht nur Fans in den Ohren klingen. Erklingt der Imperiale Marsch sind die entsprechenden Bilder sofort präsent. Da wir aus lizenzrechtlichen Gründen nicht die Originalmusik verwenden möchten, haben wir nun ein Team aus talentierten Komponisten aufgestellt, welches sich mit Begeisterung an die Arbeit gemacht haben um die Hörbücher und natürlich den Film mit neuen Kompositionen zu ergänzen. Damit die Musik wie aus einem Guss und nach dem gewohnten Williams-Sound klingt, müssen sich die Musiker natürlich über die verwendeten Orchester-Libraries austauschen, koordinieren wer sich um welchen Take kümmert und dann Motive und Themen für die Charaktere, Orte oder Stimmungen entwickeln. Das Entwickeln von Motiven die dann über den ganzen Film (und manchmal darüber hinaus) mit einem Charakter oder einem Ort verbunden sind, steht meistens am Anfang einer "Filmmusik". Sie definieren die Grundstimmungen und man kann sich bei der Komposition der restlichen Musikthemen an diesen Hauptmotiven orientieren, was gerade sehr wichtig ist wenn man im Team arbeitet. Da richtige Orchester enorm teuer sind, wird die Musik für unsere Hörbücher und den Film mit sogenannten Orchesterlibraries , also real aufgenommenen Orchesterklängen die als digitale Instrumente vorliegen, eingespielt. Die Qualität solcher Libraries ist inzwischen so hoch, dass es durchaus schon Filmproduktionen gibt die ganz auf echte Orchester verzichten. Trotzdem träumen wir natürlich ein wenig davon vielleicht wenigstens einen kleinen Teil des Soundtracks auch einmal mit einem richtigen, großen Orchester einspielen zu können. Wer weiß ;-)

Bis dahin viel Spaß mit unserem kleinen ersten Beispiel !

Up